Nachdem der Major den Festzug hat wegtreten
lassen, wurde sofort die Vereinsfahne neben der Musikbühne, in halber
Zelthöhe, platziert und mit dem Aufsetzen des Vogels begonnen. Der
Schützenvogel war in diesem Jahr zum drittenmal vom ehemaligen Hauptmann
Klaus Heuel angefertigt worden. Der komplette Rumpf des Vogels war wieder
aus Lerchenholz, die Flügel wieder aus gebogener Presspappe und in der
linken Kralle hielt der Vogel einen Barsch. Gegen 17.05 Uhr eröffnete der
scheidende König Peter Müller mit dem ersten Schuss das Vogelschießen. Zuvor
betete man jedoch wie üblich ein -Vater unser- unter Leitung des
Schützenpastors Helmut Meyer für ein gutes Gelingen des Vogelschießens und
insbesondere dafür, dass beim Vogelschießen kein Unglück geschieht.
Schießmeister Franz-Georg Rademacher bediente den rechten Gewehrstand und
Gotthard Scheele den linken. Es kamen, wie seit 1994 üblich, nur die neuen
Gewehre zum Einsatz. Zu Beginn des Vogelschießens war eine sehr rege
Beteiligung zu verzeichnen. Als der Vogel zu splittern begann
kristallisierten sich die Schützenbrüder Detlef Hofacker, Frank Kreinberg
und Jürgen Stahl als die ernsthaften Titelanwärter heraus. Mit zunehmendem
Verlauf wies der Vogel nun deutliche Risse auf, so dass jeder weitere Schuss
der Königsschuss sein konnte. Dann, nach einer guten halben Stunde
Wettkampf, gelang Jürgen Stahl mit dem 120. Schuss der Königsschuss vom
linken Gewehrstand aus. Voller Freude und sichtlich ergriffen fielen sich
nun der 40-jährige Jubelkönig Hubert Stahl und sein Sohn Jürgen in die Arme.
Unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer wurde der neue Schützenkönig zur
Theke getragen, wo er mit seiner Frau und Königin Elisabeth die
Gratulationen des Schützenvolkes entgegennahm. Zu seinen Königsoffizieren
bestimmte der neue König den Olt. Ferdi Maiworm und den Lt. Gerhard
Nörenberg. Neue und alte Königskorporalschaft ist die Korporalschaft Gate.
[Ordensbilder] |
Um 15.00 Uhr brach der Kinderschützenzug am
Dorfplatz mit einer Vielzahl von Kindern und Eltern zum Schützenplatz auf.
Auch die Festivitäten der Kartoffelkompanie waren bereits in vollem Gange.
Leider spielte auch heute das Wetter nicht mit, denn es gab immer wieder
langandauernde Regenschauer. Nach Eintreffen auf dem Schützenplatz wurde
sofort der von Olt. Ralf Harnischmacher gebaute Kindervogel im Kugelfang
aufgesetzt und mit dem Wettkampf begonnen. Dabei wurde die Hälfte der
möglichen Höhe der Vogelstange genutzt. Wie seit dem vorletzten Jahr üblich
kamen aus rechtlichen und Sicherheitsgründen wieder Luftgewehre zum Einsatz.
Major Markus Bröcher und Olt. Ralf Harnischmacher bedienten den rechten bzw.
linken Stand. Von etwa 15.30 Uhr bis 17.15 Uhr wurde um die neue
Kinderkönigswürde gekämpft. Nach unzähligen Schüssen, leider war die
Trefferquote der Kinder nicht sehr hoch, gelang es dem zehnjährigen Mark
Bröcher, Sohn unseres Majors, den Vogel zu schießen; er war somit neuer
Kinderschützenkönig. Zur Königin erwählte er sich Marie-Sofie Stracke.
Anschließend, bis etwa 17.45 Uhr fand im Zelt wieder eine Kinderbelustigung
unter Leitung einiger Vorstandsmitglieder statt. Auf dem Vorplatz stand
wieder die Kindereisenbahn zur Verfügung. Parallel zum Kinderschützenfest
verlief das vierzehnte Schützenfest der Kartoffelkompanie auf dem Dorfplatz
bei der Kapelle. Dort wurde Rüben Niemann als neuer Kartoffelkönig und
Stefan Hohleweg als seine "Königin" ermittelt. |