








Pressebericht der WP am 18.09.2013 von
Nicole Voss
Schützen aus Rüblinghausen
stellten 2001 den Bundesschützenkönig Zeitungsausschnitte, Fotos
und der akribisch restaurierte Bundeskönigsvogel erinnern Elisabeth und
Jürgen Stahl an wunderschöne Jahre. Nicht sichtbar, aber im Kopf sind die
vielen positiven Eindrücke. Ab und an werden die Andenken ausgepackt und
über so manche Anekdote geschmunzelt.
Im Moment kochen die Emotionen
besonders hoch: Denn Jürgen Stahl ist Mitglied des St. Matthäus
Schützenvereins, der sich bei den Vorbereitungen zum Bundesschützenfest
bekanntlich gerade im Endspurt befindet, und er war Bundesschützenkönig von
2001 bis 2004.
Kribbeln beim Blick auf die Vogelstange
„Wenn ich jetzt längs die bereits aufgestellte Vogelstange in der Trift
fahre, löst das ein Kribbeln aus. Es läuft mir ein eiskalter Schauer den
Rücken runter, und ich denke, da würdest du gerne noch mal mitmachen, aber
das ist vorbei“, schmunzelt Jürgen Stahl. Dabei war er am 15. September 2001
gemeinsam mit dem Rüblinghauser Schützenvorstand, bestehend aus Markus
Bröcher (Major und Vorsitzender), Dietmar Moess, Georg Scheele und Ralf
Harnischmacher, nicht mit der Absicht, Bundeskönig werden zu wollen, nach
Schmallenberg gefahren. „Dabei sein, ist alles, war unsere Devise.“
Beim Schießen ging der Rüblinghauser gelassen zu Werke. Von den 131
Anwärtern, die an drei Vogelstangen gleichzeitig um die Qualifikation für
die Endrunde wetteiferten, blieben 15 übrig. Der treffsicherste Schütze und
jeweils zwei Vize vor ihm und nach ihm hatten sich qualifiziert. Bis dahin
krachten die Büchsen 639mal.
Zwei Finalisten mit kalten Füßen
Zwei der Finalisten bekamen bei der Entscheidung kalte Füße, und dann legte
Jürgen Stahl als 13. auf den Aar an. „Ich sah den Vogel rutschen. Ein
Windstoß hätte ihn zum Fallen gebracht. Da gab mir der Schießmeister die
Patrone in die Hand und sagte, wenn Du jetzt nicht schießt, fällt er von
alleine. Die Antwort: Du musst das Gewehr aber laden. Mit der Patrone in der
Hand wird das nichts“, lacht Jürgen Stahl beim Blick zurück. |