Der Schützenvogel war in diesem Jahr zum zweiten
Mal vom ehemaligen Hauptmann Klaus Heuel angefertigt worden. Der komplette
Rumpf des Vogels war wieder aus Lerchenholz, die Flügel wieder aus gebogener
Presspappe und in den Krallen hielt der Vogel einen Hecht. Um 17.05 Uhr
eröffnete der scheidende König Josef Schröder mit dem ersten Schuss das
Vogelschießen. Zuvor betete man jedoch wie üblich ein -Vater unser- unter
Leitung des Schützenpastors Helmut Meyer für ein gutes Gelingen des
Vogelschießens und insbesondere dafür, dass beim Vogelschießen kein Unglück
geschieht. Schießmeister Franz-Georg Rademacher bediente den rechten
Gewehrstand und Gotthard Scheele den linken. Es kamen, wie seit 1994 üblich,
nur die neuen Gewehre zum Einsatz, die neuerdings von Franz-Georg Rademacher
mit neuen Kimmen ausgerüstet worden sind. Zu Beginn des Vogelschießens
beteiligte sich wieder eine Vielzahl von Schützen am Vogelschießen, so dass
der Wettkampf einen zügigen Verlauf nahm. Mit zunehmender Dauer
kristallisierten sich die Leutnants Peter Müller, Rüdiger Seifener und
Christian Spitzer und der Schützenbruder Martin Niemann als die
ernsthaftesten Aspiranten heraus. Dann, um 17.40 Uhr, nach 35 Minuten
Wettkampf, gelang Lt. Peter Müller mit dem 137. Schuss der Königsschuss vom
linken Gewehrstand aus.
[Ordensbilder]
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Um 15.00 Uhr brach der Kinderschützenzug beim Gasthof Hohleweg mit einer
Vielzahl von Kindern und Eltern zum Schützenplatz auf. Auch die Festivitäten
der Kartoffelkompanie waren bereits in vollem Gange. Nach Eintreffen auf dem
Schützenplatz wurde sofort der von Olt. Ralf Harnischmacher gebaute
Kindervogel im Kugelfang aufgesetzt und mit dem Wettkampf begonnen. Wie im
Vorjahr kamen wieder Luftgewehre zum Einsatz. Franz-Georg Rademacher und
Major Markus Bröcher bedienten den rechten bzw. linken Stand. Erstmals war
das Mindestalter der Teilnehmenden auf sechs Jahre festgelegt worden. Von
15.40 Uhr bis 16.30 Uhr wurde um die neue Kinderkönigswürde gekämpft. Mit
dem 203. Schuss gelang es dem zehnjährigen Markus Dahlenkamp, Sohn unseres
Hauptmanns, den Vogel zu schießen; er war somit neuer Kinderschützenkönig.
Zur Königin erwählte er sich die elfjährige Karina Bröcher, die auf den Tag
genau vor zehn Jahren als Adoptivkind nach Rüblinghausen gekommen war.
Anschließend, bis etwa 17.30 Uhr fand auf dem Tanzboden wieder eine
Kinderbelustigung unter Leitung einiger Vorstandsmitglieder statt. Auf dem
Vorplatz stand wieder die Kindereisenbahn zur Verfügung. Parallel zum
Kinderschützenfest verlief das dreizehnte Schützenfest der Kartoffelkompanie
beim Gasthof Hohlweg. |