1970
19711969
König Karl Maiworm mit Jutta Gummersbach

Offiziere: links Klaus Heuel, rechts Lothar Köster

Auszug aus der Chronik zum Schützenfest 1970:
"Das Marschieren war in dieser Hitze wahrlich kein Vergnügen, besonders nicht für die Offiziere in ihren dicken Uniformen", ist über den Beginn des diesjährigen Schützenfestes nachzulesen.

Wenn es auch nach Meinung vieler Kenner "zu schade war", den wieder von Karl Heuel mit künstlerischem Geschick hergestellten Schützenvogel "zu schießen", begann man dann doch pünktlich um 17.00 Uhr mit dieser Disziplin, und nach einer anfangs recht guten, zum Schluß aber doch eher schleppenden Beteiligung, brachte der von Karl Maiworm aus der "Drift" abgefeuerte 122. Schuß ihn als den neuen Schützenkönig hervor. Karl Maiworm erwählte sich zu seiner Königin ein junges Mädchen aus dem Dorf, nämlich die erst 17 Jahre junge Jutta Gummersbach (Marielies).

Schützenvikar Johannes Pohl, jetzt neuer Seelsorger an der Heilig-Geist-Kirche, zelebrierte sonntags das Festhochamt und gestaltete nachher auch die Gefallenenehrung in der Kirche. Nach einem Ständchen für den neuen Vikar ging es zum Frühkonzert auf dem Platz.

Nach dem Abholen des Schützenkönigs Karl Maiworm am Sonntag begab man sich schon bald zum Festplatz, da das Marschieren bei den hochsommerlichen Temperaturen kein Vergnügen war. So konnte man verstehen, daß sich die Festzugteilnehmer nach ihrer Ankunft auf dem Platz zunächst einmal an einem kühlen Bier erfreuten

Nach dem Empfang der Königin Jutta schritt man zur Königspolonaise, die von vielen Schaulustigen bewundert wurde. Im Anschluß daran entwickelte sich am Königshof schon sehr früh eine "Bombenstimmung", die die Beteiligten bald "auf Tisch und Bänke" trieb. Diese ausgelassene Form des Feierns fand allerdings nicht die Bewunderung aller Beobachter, denn in den Vereinsannalen ist dazu wörtlich notiert: "Ob es jedoch für unsere zahlreichen Gäste ein schönes Bild ist, wenn man am Königstisch bereits zur frühen Stunde auf Tischen und Bänken steht, bleibt dahingestellt, ...und es sind auf dem Fest Stimmen laut geworden, denen diese Sache gründlich mißfällt."

Der Montag begann auch in diesem Jahr wieder mit einem Kinderschützenfest, bei dem der "Nachwuchs" zunächst einmal im Mittelpunkt des Vergnügens stand. Das Vogelwerfen entschied Peter Burghaus für sich. Dieser nahm sich seine Schwester Annette zur Königin. Ansonsten fand das Schützenfest 1970 einen harmonischen Ausklang, zu dem insbesondere auch die zwölf Musiker aus Saßmicke mit ihren stimmungsvollen Rhythmen beitrugen.